FLANEURS

Eröffnung: Donnerstag, 15. Oktober, 19 h

Künstlergespräch: Dienstag, 20. Oktober, 18 h 

Sternstudio Galerie

Mayergasse 7/2

1020 Wien

http://www.sternstudio.at

Das Foto-Projekt „Flaneurs“ vereint Kurt Brazda, Christian Giesser, Christian Helbock und Holger Lang – vier etablierte Wiener Kunstschaffende und Mitglieder des Künstlerhauses Wien, die seit Jahrzehnten in der österreichischen Kunst- und Medienlandschaft tätig sind. Als explizit gemeinschaftliches Werk konzipiert, hebt das Projekt das Zusammenspiel unterschiedlicher visueller Stile hervor, um einen facettenreichen visuellen Essay über die Stadt zu schaffen. Im Mittelpunkt steht die Figur des Flaneurs, der sich abseits von Postkartenklischees und der Hektik des Alltags bewegt und Strassen, Fassaden sowie Gesten mit bewusster Langsamkeit wie einen lebendigen Text liest. Dieses bewusste Umherschweifen widersetzt sich den Diktaten von Nützlichkeit und schnell verwertbarer Produktivität und stellt die Wahrnehmung des Orts über ein konkretes Ziel. In diesen Momenten offenbart Wien seine stillen Inszenierungen und unbemerkten Rhythmen – nicht als topografische Karte, sondern als Ausdruck einer tief aufmerksamen künstlerischen Präsenz.

In einer Zeit fortschreitender Digitalisierung und städtischer Beschleunigung leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur zeitgenössischen Street Photography und Stadtforschung in Österreich und setzt ein starkes Zeichen für den aufmerksamen, flottierenden Blick. Eine geplante hochwertige Publikation der Arbeiten wird sich an Kunst- und Fotografiebegeisterte sowie an Liebhaber der Wiener Stadtkultur richten und über ausgewählte Buchhandlungen, Galerien und besondere Veranstaltungen vertrieben werden. (Holger Lang)

The “Flaneurs” photography project brings together Kurt Brazda, Christian Giesser, Christian Helbock, and Holger Lang—four established Viennese artists and members of the Künstlerhaus Wien who have been active in the Austrian art and media scene for decades. Conceived as an explicitly collaborative work, the project highlights the interplay of different visual styles to create a multifaceted visual essay about the city. At its heart is the figure of the flâneur, who moves beyond postcard clichés and the hustle and bustle of everyday life, reading streets, facades, and gestures with deliberate slowness, as if they were a living text. This deliberate wandering defies the dictates of utility and readily exploitable productivity, prioritizing the perception of place over a specific destination. In these moments, Vienna reveals its quiet scenes and unnoticed rhythms—not as a topographical map, but as an expression of a deeply attentive artistic presence.

In an era of advancing digitalization and urban acceleration, the project makes a significant contribution to contemporary street photography and urban research in Austria and sends a strong message in favor of an attentive, wandering gaze. A planned high-quality publication of the works will be aimed at art and photography enthusiasts as well as lovers of Viennese urban culture and will be distributed through select bookstores, galleries, and special events. (Holger Lang)