Es geht immer um Übersetzungen. Von Bewegung zu Stille. Von Stille zu Bewegung. Aggregatzustände dessen, was letztlich dasselbe ist. Transformationen. Was können Gehen und Sehen zu einer fotografischen Praxis beitragen; wie lässt sich der unendliche Fluss der Bewegung kurzzeitig (oder dauerhaft) anhalten; wie lässt sich daraus ein Moment destillieren, der Spuren des Handlungsverlaufs zeigt oder andeutet, und wie lassen sich die eingefrorenen Bilder wieder verflüssigen, zurück in Handlung verwandeln? Ein Buch (ein Bildband) besitzt diese Fähigkeit; es verweist auf die vielen Ereignisse (ihre Menge), muss sie jedoch nicht alle abbilden, um ihre grosse Zahl zu demonstrieren. Wie sieht diese neue Ordnung aus, die die Bilder für uns anders organisiert und zusammenführt? Welcher Weg führte dorthin? INSTA NT. ÜBER DEN AUGENBLICK IN DER ARCHITEKTUR UND SEINE FOTOGRAFISCHE ANVERWANDLUNG spricht von dieser experimentellen Anordnung und diesem Ansatz. Anders ausgedrückt: die Rauminstallation soll Einblick in diesen Prozess des Innehaltens und Verweisens geben. Sie ist aber ebenso Hommage auf die Figur des Buchdesigners. Ein Gestalter, halb Dramaturg halb Demiurg.
Eröffnung: 13. Juni 2026, 17 h
Dialog: Christian Helbock / Nik Thoenen
Der Gestalter, halb Dramaturg halb Demiurg
16. Juni 2026, 19 h
Kunstraum SUPER
Schönbrunner Strasse 10
1050 Wien