Christian Helbock

PAINTING (RETAKE), 2008

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PAINTING (RETAKE), 2008, Version 1, Ausstellungsituation: zeitraumzeit, Künstlerhaus Wien


 

 

 

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Skizze, Fotopapier, 29,7 x 21 cm, 2008

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PAINTING (RETAKE)

Doppelprojektion mit 2 vorfilmischen Gegenständen


Während zweier Monate zeichnete eine Videokamera kontinuierlich Gesten eines Malprozesses auf. Die Arbeitssituation ist minimal: Tisch, Stuhl, Farbtuben, Pinsel, Papier und ein malendes Subjekt. Das Tun selbst, der Akt des Farbenauftragens, ist zentrales Motiv, das vorgeführt, festgehalten und durchexerziert wird. PAINTING (RETAKE) ist und zeigt die Dokumentation dieses Malprozesses als Doppelprojektion. Mit Tisch und Stuhl sind 2 der Gegenstände aus dem Filmraum in den realen Raum gestellt.

 

Die Räume sind miteinander verbunden und können durch den Besucher betreten und in einer von diesem wählbaren Raum-Zeit-Achse abgeschritten werden. Der Ton eines der beiden Videos wird über Boxen direkt in den Ausstellungsraum übertragen, der andere Ton kann über Kopfhörer mitverfolgt werden. Projektions- und Bildräume können gewechselt, Zeit- und Hörräume verglichen werden, stets aber in Bezug auf den realen, gegenwärtigen Ort, in Bezug auf seinen eigenen Standpunkt und sei er noch so wechselhaft.

 

(Christian Helbock, Mai 2008)


 

 

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PAINTING (RETAKE), 2008, Version 2, Ausstellungssituation: zeitraumzeit, Künstlerhaus Wien 

 

 

 

PAINTING (RE-RETAKE)

 

ist die arme Version von PAINTING (RETAKE).
Anstelle der Projektionsfläche ist deren Raum markiert. Die Wandzeichnung jedoch, ausgeführt mit oranger Dispersionsfarbe (Farbton RAL 2004), umfasst die Abwesenheit des Vergangenen, seiner Schatten, hart. Der Bildraum des gefilmten Malaktes, ehedem im selben Farbton gehalten, ist in gealterte, grünstichige Bildschirmwelten hineingeschrumpft, etwas unsanft bruchgelandet, wie man so sagt, auf dem Boden der Wirklichkeit. Als stille Zeugen dieses Wechsels bleiben 2 Farbeimer samt Malutensilien am Rande der Szene zurück.
Spuren im Raum, Spuren der Zeit.

 

(Christian Helbock, Oktober 2008)


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