Christian Helbock

K 1, 1996

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Fotos © Bruno Klomfar

 

K 1, Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis, Bregenz, 1996   

 

 

 

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Grundriss mit Installation 

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K 1

 

ist die vermittelnde Rekonstruktionsarbeit zwischen gewesenem und gegenwärtigem Ort.
Im Prozess der Erinnerung wird die Raumsituation vor dem Umbau des Künstlerhauses Palais Thurn & Taxis im Jahre 1983 auf die momentane Architektur des Kellers projiziert.


synchrone Achse


Die frühere Ausstellungsarchitektur war dadurch gekennzeichnet, dass sich alle Zimmer im ersten Stock (1) befanden und der Hauptraum um 90 Grad zur jetzigen Lage verschoben war. Die Räume waren nicht zentral begehbar, sondern, da sich das Stiegenhaus zur Gallusstrasse hin befand, musste man Richtung Parkseite gehen und konnte dann in die beiden zur Linken liegenden Nebenräume gelangen. Die Verlaufrichtung eines Ausstellungsbesuches im früheren Gebäude entspricht in etwa der diagonalen Schaltafelwand im Keller(K). Die Wandlänge von 14 Metern korrespondiert mit dem Mass der entfernten Mauer. In die 3 Nebenräume ist die jeweilige Türöffnung nach aussen gespiegelt.


diachrone Achse


Aufgrund der Gleichzeitigkeit dieser beiden Räume kommt es zum Dialog zwischen ästhe-tischem und architektonischem Raum. Mittels Schaltafeln (K 1 = Normmass 200 x 50 cm)

wird so Erinnerung materiell und eine persönliche Erfahrung objektiviert. Zeitlich

gesprochen handelt es sich, aller baulichen Statik zum Trotz, um die Re-Präsentation von Vergangenheit. Das Baumaterial lässt ausserdem in seiner leuchtenden Farbigkeit ein grosses Schaltafelbild sichtbar werden, das Raumkörper verschliesst und Körperräume eröffnet. Gebäude (building) und Bild treffen sich hier.


(Christian Helbock, April 1996)



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